Systematischer Quick-Scan von Arbeits­situationen

Wie kann man Arbeitssituationen systematisch und ohne großen Aufwand bewerten? Wie erkennt man auf einfache Art und Weise risikoreiche Situationen und Handlungen?

Der Pro-Safety-Check nutzt die 5 Finger einer Hand als „Checkliste“ zur Bewertung einzelner Situationen. Um nahezu alle Gefährdungen am Arbeitsplatz zu ermitteln, wird jedem Finger ein einfach zu verinnerlichendes Thema zugeordnet.

Der Pro-Safety-Check ersetzt natürlich keine systematische Gefährdungsbeurteilung, bietet aber einige besondere Möglichkeit:

  • einfache Erkennung von Gefährdungen
  • Mitarbeitende bei WERTvollen sicheren Handlungen zu erwischen
  • Überprüfung der Wirksamkeit bzw. der Verinnerlichung von Trainingsinhalten

Pro-Safety-Check - Anwendungen

Der Pro-Safety-Check kann auf mindestens drei Arten angewandt werden:

  1. Im Rahmen des Pro-Safety-Dialogs bzw. Pro-Safety-Talks als Tool zur Beobachtung von Mitarbeitenden in ihrem Arbeitssystem (bei jeder Art von „normalen“ Tätigkeit) um gezielt Mitarbeitende bei sicheren Handlungen zu „erwischen“ sowie unsichere Situation zu erkennen und zu bewerten. Die Ergebnisse des Pro-Safety-Checks werden dann nachfolgend im Pro- Safety-Dialog genutzt.

  2. Für die Sensibilisierung der Mitarbeitenden zur Stabilisierung der Eigenverantwortung als nächsten logischen Schritt nach Einführung der verhaltensbasierten Sicherheit (z.B. anhand des Pro-Safety-Dialogs). Hiermit würde die Säule zur „Einbindung der Mitarbeitenden“ im Pro- Safety-Kulturhaus und die unabhängige Phase der Bradley-Kurve gefüllt bzw. gestärkt werden. Dieser Schritt folgt jedoch immer auf einen guten ersten Schritt zur verhaltensbasierten Sicherheit z.B. mit dem Pro-Safety- Dialog.

  3. Als Last-Minute-Risk-Assessment zur Beurteilung von Sondersituationen durch die ausführenden Mitarbeitenden, bevor diese die Arbeiten beginnen. Anwendbar zum Beispiel für Instandhaltungs- oder Außendienst- Montage-Mitarbeitenden, um Verständnis für spezielle Gefährdungen zu entwickeln und entsprechend geeignete Sicherungsmaßnahmen vorzunehmen.

Alle drei Varianten helfen die Sicherheit am Arbeitsplatz zu entwickeln, das Sicherheitsbewusstsein aller Beteiligten zu erhöhen und folglich Arbeitsunfälle im Vorfeld zu vermeiden.